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Hausmeister Gerland geht in die zweite Runde : Samstag, 19.04.2008 um 20 Uhr im Heimatmuseum Ersingen

Schunkeln Sie noch einmal auf den Klassiker "Kässalat" mit Ihrem Nebensitzer um die Wette, sagen Sie Ihrer Gattin die Meinung mit dem Gassenhauer "Oh Alte, lass me geh" oder lernen Sie alles über Dialoge auf Wiederholungsbasis a la Derrick. Außerdem: Die geistreichsten Kreuzworträtsel aller Zeiten lösen, spontane Rededuelle zwischen Hausmeister und Publikum miterleben und alles Wissenswerte über Gammelfleisch, Kannibalismus oder die Stiftung Narrentest erfahren. Kurzum - kittern bis der Arzt kommt ! Das dürfen Sie sich nicht entgehen lassen ! Karten sind demnächst erhältlich in Ersingen bei : Drogerie Soja, Shell-Tankstelle (Sigger), Elis Nails oder direkt bei Jochen Anselment.

So kennt man ihn - so ist nur er : das Ersinger Urgestein Jochen "Assel" Anselment.  Am Freitag und Samstag abend (12./13.10.2007) besuchten rund 250 Zuschauer seinen Soloauftritt im Ersinger  Sängerkeller und waren begeistert. Als Hausmeister Gerland zog "Assel" mit einem 2 1/2-Stunden-Programm das Publikum - wie nicht anders zu erwarten war - in seinen Bann. Dabei servierte er einen Brüller nach dem anderen und erntete am Ende "Standing Ovations"

Die Froschwaidbande Ersingen, die ebenfalls von der Fledermausbühne her bekannt ist und sich in den letzten Jahren durch die Veranstaltung von Kleinkunstabenden einen Namen machte, hatte in den Sängerkeller eingeladen. Ansager Frei konnte an beiden Abenden ein restlos ausverkauftes Haus vermelden. Nach seiner umfassenden Begrüßung machte er die Bühne frei für : Hausmeister Gerland - alias Jochen Anselment. Am Anfang seines Programms forderte dieser per Lautsprecherdurchsage das Publikum mehrmals dazu auf, den Sängerkeller zu verlassen. Dieses Vorhaben funktionierte natürlich nicht und "Assel" blieb somit nichts anderes übrig, als die Zuschauer an seiner Nachtschicht teilhaben zu lassen. Er erzählte, wie er zur Hausmeisterstelle gekommen war und teilte dabei gekonnt Seitenhiebe an Verwaltungsbedienstete und angebliche Mitbewerber aus. Seitenhiebe "en Masse" musste sich auch der an beiden Abenden anwesende Kämpfelbacher Bürgermeister Udo Kleiner gefallen lassen. Diese strapazierten aber ganz und gar nicht seine Nerven, sondern vielmehr sein Zwerchfell und stärkten seine Lachmuskeln. Immer wieder bezog Anselment auch andere Personen aus dem Publikum in sein Programm mit ein, die der Reihe nach "ihr Fett weg bekamen". Ebenso erzählte Hausmeister Gerland ausführlich über seinen Ehefrauenverschleiß - eine hatte sogar die Maße 90/60/90 - allerdings an beiden Füßen - und konnte so plausibel erklären, weshalb er im hohen Alter wieder Single ist. Weiter deckte er Widersprüche in der "Irschinger" Dialektik - "trink jetzt dei Milich voll leer" - auf. 

Zur Person : die Ersinger Fasnet kennt viele großartige Talente und Komiker. Auf der Fledermausbühne dürfte aber Jochen "Assel" Anselment eine Ausnahmeerscheinung sein. Wenn er ins Rampenlicht tritt, dann ist Stimmung angesagt und sind Lachsalven vorprogrammiert. Die Bühne ist sein Wohnzimmer, und das schon seit 25 Jahren. Seine Extraklasse ist natürlich auch den Ersinger Vereinen bekannt und deshalb gibt es bei Vereinsjubiläen kaum einen Bunten Abend ohne "Assel". Auch bei Hochzeiten und Geburtstagsfeiern ist er ein gefragter Entertainer. Mit seiner ganz besonderen Art, einer einzigartigen Mimik und Gestik und einem unbeschreiblichen trockenen Humor zieht er Jung und Alt gleichermaßen in seinen Bann. Lachen ist gesund - Jochen Anselment sollte eigentlich vom Arzt verschrieben werden ! Mal bei der KKH nachfragen, ob es ihn auf Rezept gibt !?

Dabei gab er auch Liedgut zum Besten und animierte das Publikum zum Mitsingen und Schunkeln. Bei den Gesangspassagen wurde er von Sven Frank an der Gitarre begleitet. Highlights waren auch kurze Kreuzworträtsel, die Gerland zum Zeitvertreib während der Nachtsicht löste. So waren beispielsweise die Lösung für den Ersinger Mehrzweckbeutel der "Vielsack" oder der Kurzbegriff für die Kuh, die sich einen Meter bückt, der Ku(h)bikmeter. Einzigartig war auch sein Abgang, bei dem er dem Publikum zunächst die Wahlmöglichkeit zwischen normaler Verabschiedung und Zugabeforderung aufzeigte. Klar, dass die begeisterten Gäste lautstark die Zugabe
 wählten und somit "Assel" als Postler der Ersinger Telegrammstelle auf die Bühne zurückkehrte. Danach war aber dann endgültig Schichtende und das Publikum entließ Hausmeister Gerland mit "Standing Ovations" . 
S(ch)icht frei auf ein begeistertes Publikum

Sven Frank (links) wartet auf seinen Einsatz

nachdenklich (wie unten) war Assel eher selten

 

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